GINT-Übersetzerpreis 2017
Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.
GINT-Übersetzerpreis 2017
Drei Nachwuchsübersetzerinnen für geisteswissenschaftliche Texte mit GINT-Übersetzerpreis ausgezeichnet
Die Siegerinnen des zweiten Geisteswissenschaften International Nonfiction Translation Prize (GINT) stehen fest. Aus fast 100 Einsendungen wählte die Jury drei Preisträgerinnen:
1. Preis (1.500 US-Dollar):
Emma Rault
2. Preis (1.000 US-Dollar): Isabelle Chaize
3. Preis (500 US-Dollar): Sharon Howe
Emma Rault
Im Rahmen des vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem German Book Office New York veranstalteten Wettbewerbs übertrugen die drei in Großbritannien lebenden Übersetzerinnen einen Auszug aus Ulrich Herberts Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert ins Englische . Ebenfalls zur Auswahl stand Jakob Zollmanns Koloniale Herrschaft und ihre Grenzen. Die Kolonialpolizei in Deutsch-Südwestafrika 1894-1915 (erschien in Deutschland 2011, nicht mehr lieferbar). Für beide Werke stellt die Übersetzungsförderung Geisteswissenschaften International Fördermittel zur Übersetzung ins Englische zur Verfügung.
Isabelle Chaize
Die Jury über die Preisträgerinnen
:
„Mit ihrer Übersetzung der Beschreibung von Hitlers Machtergreifung beweist
Emma Rault
ihr Verständnis der historischen Umstände wie auch den souveränen Umgang mit der Terminologie des Faches. Ihre
Sprache verwandelt die Komplexität des deutschen Originals in eine leserfreundliche englische Version. Besonders hervorzuheben ist, dass Emma Rault so gründlich Quellen recherchierte und Fußnoten bearbeitete, dass sie zum Wissen und Verständnis des englischsprachigen
Lesers passen.
Isabelle Chaize
hat besonders elegante Lösungen für viele der schwierigen Passagen des Originaltextes gefunden. Chaize fängt den Ton von Herberts Buch präzise ein und überträgt ihn meisterhaft.
Sharon Howes
Übersetzung merkt man das gute Verständnis des Originals deutlich an. Es ist ihr an vielen Stellen gelungen, ungewöhnliche, aber sehr passende Formulierungen zu finden.“
Der international besetzten Jury gehören an: Shelley Frisch, Übersetzerin und Juryvorsitzende, Sarah Pybus, Übersetzerin und Gewinnerin des ersten GINT-Preises 2015, Paula Bradish vom Verlag Hamburger Edition und ebenfalls Übersetzerin ins Englische sowie Laura Leichum von Georgetown University Press.
Sharon Howe
Der Übersetzerwettbewerb GINT wird alle zwei Jahre durchgeführt und soll die Aufmerksamkeit englischsprachiger Wissenschaftler und Verlage auf herausragende deutsche geisteswissenschaftliche Monografien lenken. Damit ergänzt er die erfolgreiche Arbeit der Übersetzungsförderung, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zusammen mit der Fritz Thyssen Stiftung, dem Auswärtigen Amt und der VG WORT seit 2008 mit dem Programm „Geisteswissenschaften International“ verfolgt.
Für die aktuelle Ausschreibung der Übersetzungsförderung können noch bis 31. Januar 2017 Anträge eingereicht werden. Mehr unter ( ₪ ): Geisteswissenschaften International
Frankfurt am Main, 10. Januar 2017
– Börsenverein des Deutschen Buchhandels –
© read MaryRead 2017
Ulrich Herbert:
Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert
Sachbuch
– Geschichte
1541 Seiten
gebunden
Format (H x B x T): 219 x 143 x 56 mm
Gewicht: 1.398 g
erschien: 12.05.2014
Verlag: C.H. Beck
ISBN 978-3-406-66051-1
Preis: 39,95 € (D); 41,10 € (A)
Home > Bordbuch > Hafenberichte > Ausgezeichnet > GINT-Übersetzerpreis 2017
Fotos der Preisträgerinnen: ( ₪ ): Börsenverein des Deutschen Buchhandels
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